Sonntag, 5. Oktober 2008

Week out of hell... to the gates of heaven

Werte Leserschaft, Die DiVa schickt sich an und reist ins gelobte Land. Nein, eigentlich in die alte Heimat, ob gelobt sei mal dahingestellt. Eines steht fest, Sie braucht Ruhe, Schlaf und die Geborgenheit des elterlichen Nestes (obwohl ihr diese nach kürzester Zeit wohl obenauf sein wird), die letzte Woche war ereignissreich, vom Wandel bestimmt, leicht und süss wie rosa Zuckerwatte. Zeit rannte, Tage waren lang, Nächte kurz. Weltanschauungen sind in ihren Grundpfeilern erschüttert und Karten neu gemischt worden, denn dazu sind sie ja schliesslich da, die Karten.

Doch nun sitzt Sie endlich im Zug, zu spät, zu alt und ganz neu. Der Weg dahin, war ein Harter, glauben Sie mir das liebe Leserin, lieber Leser.

Nach endlichen nächtlichen Stunden mit vielen Worten, Weinen, Bieren, Freunden, neuen Freunden und alten Feinden, packte Sie ihr kleines rotes Köfferlein und wollte sich los machen, leider kam Ihr ein Kaffee dazwischen, aber ich will von hinten anfangen:

Die 72 stündige Erschaffung des Konzeptes Leben 2.1, fordete die volle Energie der Delinquenten, saugte Sie aus und veränderte sie. So beschlossen sie, die Schöpfungspause mit einem morgendlichen Kaffee im divaschen rosa-grün gestreiften 2 Zimmerschloss einzuläuten. Der Haken des Satzes ist der Morgen. Der Kaffee blieb unangetastet, die Delinquenten kämpften gegen die Müdigkeit, verloren kurzfristig, gewannen dann aber doch. Dann ein Moment der Panik, wenn man den Zug um 11 Uhr erwischen will, sollte man vor 11.40 auf die Uhr gucken. Planänderung: Zug um 12 Uhr (inkl. 30 minütiges mütterliches Aufregen)
Sie rennt durch die Wohnung, orientierungslos, mit einem Glas Wasser in der Hand um die Blumen zu giessen, dass hat sie auf dem Weg vom Wasserhahn zur Blume vergessen. Sie schmeisst sich auf Ihren kleinen, roten Koffer. Der schreit: Nein, du kannst doch nicht erwarten dass ich mich dir verschliesse, nachdem du mich so überfüllt hast. Sie prügelt auf Ihn ein, gewinnt. Steht mit Fön, Bürste und Mantel in den Händen in der Mitte des Schlosses, hat noch 15 Minuten für den Bus. Beschliesst, dass das reichen muss den kleinen roten Koffer gegen das grössere graue Modell auszutauschen. Es gelingt, der kleine rote Koffer steht traurig in der Mitte des Raumes. Entscheidet, DiVa as can be, erstklassig zu fahren. Fährt durch grau-grüne Landschaften, freut sich, ist melancholisch und tiefglücklich. Sie wird in der Zeit der Ruhe dem Konzept Leben 2.1 eine Einleitung geben, sich überlegen wie die Bilder dazu aussehen sollen und welche Komponenten das Produkt benötigt um vollständig zu sein.

Sie dankt allen die Sie begleiten, immerwieder nerven und bereichern:

Ihrer Lieblings- Yogi- Tante dafür, dass Sie den Pragmaten as hell ins Zentrum geholt hat.
Ihrer Lieblings- ab- und- zu- Zicke, dass sie wieder und immer wieder ihr Sonnenschein und das Gute am schlechten Gewissen ist
Ihrer Lieblingslesbe, dafür, dass sie immer da ist, nachfragt, und Sie so sein lässt wie sie ist, auch wenn das manchmal nicht zum aushalten ist.
Ihrer Lieblings-Ex-Arbeitkollegin dafür, dass sie die wenigen Abende mit Ihrer lustigen Kreativität kurzweilig macht.
Ihrer Lieblings-Schwangeren für Ihre unendliche Wärme und manchmal kühle Pointierung
Ihrem Lieblings-Ex-Freund dafür, dass er immernoch der Alte ist, gut, liebenswürdig und ein Teil von ihr.

Abschliessend dankt die DiVa ihrem Paparazzi, für die Inspiration, die Leichigkeit des Seins und für die Geduld die sie ihm abverlangen wird. Und für Leo und Emmi.

So genug Pathos für heute, aber Ihr war danach.

Verbeugung Vorhang
Ihre DiVa

Kommentare:

Sonnenseite hat gesagt…

Die Ruhe und das elterliche Nest wird Ihnen gut tun, Sie haben es verdient!!!
Kraftvolle Grüsse, Ihre Sonnenseite

rouge hat gesagt…

Hm.. und wir haben uns hier durch Rostlauben durchgekämpft. Natürlich ohne Frau Diva.

Die DiVa hat gesagt…

Liebe Frau Sonnenseite, danke danke, es ist einfach die Müdigkeit die manchmal müssig macht.
Es grüsst sie kraftvoll Ihre DiVa

Die DiVa hat gesagt…

Ach mein lieber Herr Rouge, sind sie etwa immernoch beleidigt dass ich mich nicht auf die alten Autos geschmissen habe für sie? Es tut mir wirklich leid, aber ich habe ja meine roten Krokodilslederschuhe auch noch nicht, und Hiltrud haben Sie ebenfalls aufgegessen, sie ruinieren meinen Pony-Rinder-Hase- Lieferdienst, Herr Rouge!
Es grüsst Sie neue Ponys akquirierend
Ihr DiVa

Yves Maurer hat gesagt…

Werte Frau DiVa

Als Bebilderer kann ich es nicht glauben, dass Sie den grauen Koffer dem roten vorzogen. Stellen Sie sich vor ein Konzept sähe Sie im ROTEN Mantel vor und sie kommen in Paddingtons Wachszeug. Wie konnten Sie DiVai-sch reisen in der ersten Klasse und dabei einen grauen Koffer ziehen - oder war's einer mit Henkel zum Tragen, dann müsste ich relativieren. Dies hätte wieder Stil.

Frau DiVa, erlauben Sie meine besten Grüsse zu wünschen.

Ihr Bebilderer.

PS: Haben Sie an den Reisestecker gedacht? Ich denke da an den Fön.